Tipps für erfolgreiches Studieren

Hier haben wir einige Punkte für Dich zusammengefasst, damit Du Dein Studium erfolgreich meistern kannst.

Das Lernen für ein Studium ist ganz anders als in der Schule: Es gilt, größere Mengen an Lernstoff zu erfassen und das erfordert oft eine andere Lernstrategie. Zum einen solltest Du Dir über den zeitlichen Umfang des Lernens und die Einbindung von Lernen in den Alltag Gedanken machen. Zum anderen ist die bewusste inhaltliche Planung des eigenen Lernens (Was? …lerne ich wie? …mit wem?) für ein Studium wichtig.

Dabei kann es ein bis zwei Semester dauern, bis Du Deinen eigenen Lernrhythmus und Lerntechniken gefunden hast, die für Dich und für die Inhalte des Studienfaches funktionieren. Hier gilt es auszuprobieren, was zu Deiner persönlichen Situation passt: Wie bereite ich das Wissen für mich verständlich auf? Wie übe ich die Anwendung von dem Wissen auf Klausuraufgaben? Wie wird aus passivem Wissen („Das kenne ich“) aktiv abrufbares Wissen („Das KANN ich“)? Wann kann ich mich gut konzentrieren (Uhrzeiten, Wochentage)? Wo kann ich gut lernen (Zuhause, Bibliothek, …)? Hilft mir der Austausch mit Kommilitonen/innen?

Dabei ist wichtig, Dir Deine Lernzeiten bewusst einzuteilen und ggf. sogar fest in den Kalender einzuplanen. Du benötigst Zeiträume, um den Lernstoff vor- und nachzubereiten. Hier gilt es, ein paar verschiedene Möglichkeiten auszuprobieren  um Deinen EIGENEN Lernstil zu entwickeln.

Wenn es Schwierigkeiten beim Verständnis des Lernstoffes gibt, dann kannst Du vielleicht zusammen mit Kommilitonen/innen den Dingen auf den Grund gehen, oder Du fragst bei Tutor/innen oder Dozent/innen nach, ob sie Dir für diesen Stoff noch weitere Literatur oder Übungen empfehlen können. Sie werden Dir gerne helfen. Zudem gibt es in Fachzeitschriften, Büchern und Online viele weitere Erklärungen und Tutorials für fachspezifische Fragestellungen, die einen neuen, hilfreichen Zugang zu einem Thema ermöglichen können.

Darüber hinaus ist es genauso wichtig, Dir Zeiträume für Freizeit einzuplanen, in denen Du Dich erholen und Kraft tanken kannst. Entspannung kann durchaus schon Teil Deiner Lernphase sein – solange der Klausurdruck noch nicht zu groß ist, kann und sollte Entspannung genauso geübt werden, wie alles andere auch: Dann sind z.B. Atemtechniken auch im ‚Ernstfall‘ (Abend vor der Klausur) für Dich erprobt und abrufbar.

Die Hochschulen Rhein-Waal und Niederrhein bieten regelmäßig Veranstaltungen zum Thema „Lernen“ an. Ein Besuch kann Dir hier nur weiterhelfen und Dir neue Möglichkeiten aufzeigen.

Das Lernpensum in einem Studium ist höher als in der Schule und es wird ein selbstständiges Erarbeiten von Inhalten vorausgesetzt. Dies kann zu Überforderung führen oder sogar zu Prüfungsangst.

Bei Gefühlen der Überforderung hilft oft, sich (wieder) eine Übersicht zu verschaffen. Dabei solltest Du realistisch den zu lernenden Inhalt definieren und die zur Verfügung stehende Lernzeit bis zur Prüfung sowie die erforderlichen Lernschritte (z.B. Zusammentragen der relevanten Informationen, Lesen, Herausschreiben, in Bezug zueinander setzen, auf Aufgaben anwenden etc.) berücksichtigen. Verbindliche Meilensteine helfen Dir bei der Planung von Lernphasen über einen längeren Zeitraum.

Prüfungsangst ist eine häufige Begleiterscheinung im Studium. Kritisch wird es, wenn Du in Prüfungen das Gelernte nicht mehr abrufen kannst, oder bedingt durch die Prüfungsangst sogar das Lernen nicht mehr schaffst. Hier hilft es oft, sich langfristig und gut auf die Prüfungssituation vorzubereiten, anhand von realen Klausuraufgaben die Prüfungssituation zu simulieren, sich inhaltliches Feedback in der Klausureinsicht zu holen, Entspannungstechniken für den Fall eines Black-Outs zu üben und sich Unterstützung, ggf. auch professionelle Hilfe, zu holen. Beratungen unter anderem zu den Themen Prüfungsangst, Entspannungstechniken und Selbstwertzweifeln bieten die psychologischen/psychosozialen Beratungsstellen der Hochschulen an.

Bei der Universität Bielefeld kannst Du Dir einen Leitfaden zum Umgang mit Prüfungsangst inklusive einer Checkliste herunterladen.

Für einen erfolgreichen Studienverlauf ist die langfristige Planung des Studiums wichtig: Angefangen von der sinnvollen Abfolge der Module, bis hin zu dem Wissen, wann Du welche Prüfungsleistung erbringen musst. Mit einer Übersicht kannst Du dann auch keine Prüfung einfach vergessen. Diese Termine, wie auch die Anmeldefristen für Seminare, Prüfungen und Rückmeldungen können leicht in Deinen persönlichen Kalender eingetragen werden.
Hier helfen Dir gerne die StudienverlaufsberaterInnen der Hochschulen weiter, sowohl zu Beginn des Studiums, als auch, wenn Du bereits im Rückstand bist und es gilt, Prüfungen nachzuholen oder Dich noch einmal ganz neu aufzustellen. Mach doch einfach mal einen Termin aus!

Wenn finanzielle Sorgen Deinen Alltag bedrücken, solltest Du diese aktiv bearbeiten. Ist dies alleine nicht möglich, dann suche Dir unbedingt Unterstützung, bevor die Lage noch ernster wird.

Viele Studierende können eine finanzielle Förderung nach BAföG beantragen. Des Weiteren können studiennahe Nebenjobs oder Werksstudentenverträge den Geldbeutel aufbessern. Vielleicht kommt zur Studienfinanzierung auch ein Studienkredit oder ein Stipendium für Dich in Frage? Gerade die Stipendienlandschaft bietet mehr Möglichkeiten, als nur eine ‚Eliteförderung‘ und die Bewerbung von Fachhochschulstudierenden hat durchaus gute Chancen. Informiere Dich einfach mal, was möglich ist. Eine umfassende Beratung bieten hier das Studierendenwerk Düsseldorf und die Hochschulen für Dich!

Wer kennt das nicht? Dinge vor sich herzuschieben, vor allem, wenn sie unangenehm sind. Das betrifft oft Praktika, schwierige Klausuren und Prüfungswiederholungen. Allerdings sollte dies nicht zur Gewohnheit werden, da ein Prüfungsrückstand natürlich den Studienabschluss in Regelstudienzeit verhindert.

Oft kann man Aufschieberitis mit verschiedenen Techniken zum organisierten Arbeiten, Motivation und Umgang mit Selbstzweifeln gut in den Griff bekommen. Da die Tendenz zu Aufschieberitis Menschen durch ein ganzes Leben begleitet und die nachweislich individuelle Höchstleistung verhindert, lohnt es sich, hier genauer hinzuschauen. Die Psychologischen/Psychosozialen Beratungsstellen der Hochschulen bieten hierzu Beratung und Workshops an. Zudem kannst Du Dich auch auf den Seiten der Prokrastinationsambulanz der Uni Münster mal umsehen.

Gerade am Anfang des Studiums kann es durchaus passieren, dass Du Dich in der neuen Lebenswelt unwohl fühlst: Die (neue) Wohnsituation, Heimweh oder persönliche Startschwierigkeiten können Deinen Studienstart belasten. Hier solltest Du Dir ohne Scheu Unterstützung suchen. Oft geht es den Kommilitonen/innen ähnlich und über ein erstes Gespräch darüber hat man dann auch schon die ersten Kontakte zum neuen Umfeld geknüpft. Engagement oder Freizeitaktivitäten an oder außerhalb der Hochschule können zudem Sinnhaftigkeit stiften oder sozialen Anschluss bringen (z.B. die Mitarbeit in der Fachschaft oder die Teilnahme am Hochschulsport). Die psychologischen/psychosozialen Beratungsstellen der Hochschulen stehen für eine Beratung zu diesen Fragen (z.B. Einsamkeit; Unsicherheiten im Umgang mit Kommilitonen/innen, in Partnerschaften und Familie) gerne zur Verfügung.

Für Studierende, die als Erste in ihrer Familie studieren, ergeben sich unter Umständen andere Fragen als für Studierenden, deren Eltern sich schon in der Hochschulwelt auskennen. Eltern und andere Verwandte können eventuell nicht immer verstehen oder nachvollziehen, wie ein Studienalltag aussieht und was für Hürden und Probleme es gibt. Genau hierfür ist arbeiterkind.de der richtige Ansprechpartner. Dieses deutschlandweite Netzwerk von Ehrenamtlichen unterstützt Studierende, die als Erste in der Familie studieren mit eigenen Erfahrungen und kostenlosen Beratungsmöglichkeiten. Natürlich stehen auch in diesem Fall die StudienverlaufsberaterInnen der Hochschulen für Dich zur Verfügung.

Vielleicht passt aber auch einfach der Studiengang, die Hochschule oder die Stadt nicht zu Dir. Wenn vielleicht einen Wechsel des Studienganges oder der Hochschule für Dich in Frage kommen, dann gibt es hierweitere Informationen.

Manchmal ist einfach die Luft raus. Wenn dies kurzfristig, beispielsweise nach einer schwierigen Prüfungsphase, der Fall sein sollte, helfen Dir vielleicht eine Pause und etwas Abstand. Vielleicht kannst Du Dich nach der nächsten erledigten Aufgabe einfach mal selbst mit etwas Nettem belohnen wie einem Kaffee mit guten Freunden oder einem Kinoabend.

Einem Motivationsloch kannst Du jedoch vorbeugen: Im anstrengenden Studienalltag kann es helfen, immer mal wieder einen inneren Schritt ‚zurück‘ zu gehen und das Studium allgemeiner zu betrachten. Was läuft gerade gut? Wie schaffe ich es, dass Dinge klappen? Was weniger? Wo kann ich mein Studienverhalten anpassen, damit es wieder runder läuft? Was passiert, wenn ich das Studium erfolgreich abgeschlossen habe? Nach der Selbstreflektion hilft es oft, Dir konkrete Veränderungen zu überlegen und diese Schritt für Schritt umzusetzen. Bei schwierigen Lernthemen helfen ebenfalls realistische Ziele und Meilensteine, die Du nach und nach abarbeiten kannst. Bei dieser Selbstreflektion und einer Studienverlaufsplanung kann Dich die Studienverlaufsberatung an deinem Fachbereich unterstützen.

Mangelnde Motivation deutet häufig darauf hin, dass das Ziel unklar oder schlichtweg nicht (mehr) attraktiv ist. Wenn die Luft schon länger raus ist, solltest Du die eigene Situation und gegebenenfalls die Studienwahl reflektieren. Gespräche mit Freunden, Familie, Kommilitonen/innen oder der Studienverlaufsberatung können Dir weiterhelfen, das eigene Ziel wieder ‚vor Augen‘ zu führen. Bleibt es bei wiederkehrenden Zweifeln am Studium, steht die ernsthafte Auseinandersetzung mit der Frage an, ob das Studium wirklich das Richtige ist und ob das damit verbundenen Berufsziel tatsächlich (noch) Deinen eigenen Wünschen entspricht. Eine kleinere oder größere Kurskorrektur kann zu neuer Energie führen.

Gerne unterstützen wir Dich hierbei mit in einem persönlichen Coaching im Projekt „NEXT STEP niederrhein“. Ein erster Schritt kann auch unsere „Hilfe zur Selbstreflexion bei Studienzweifeln“ sein.”.

Bei familiären und gesundheitsbedingten Problemsituationen können die psychologischen/psychosozialen Beratungsstellen der Hochschulen weiterhelfen.

Zudem kann mit der Studienverlaufsberatung geschaut werden, ob und wie Du das Studium an die Krankheit oder die familiäre Situation anpassen kannst.

Das Studierendenwerk Düsseldorf bietet eine Sozialberatung an (an den Standorten Kleve und Krefeld sogar vor Ort). Hier können persönliche und sozialrechtliche Themen besprochen werden, sowie die Vereinbarkeit von einer Behinderung/chronischen Erkrankung oder Familienaufgaben.